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02.09.16

Die inneren Werte zählen

Präzise, schnell, stark und dabei auch noch über Jahre hinweg konstant: Hörgeräte haben sich zu Technikwundern entwickelt und leisten Erstaunliches. Die positiven Auswirkungen spüren Hörgeräteträger Tag für Tag. Doch wie funktionieren Hörsysteme eigentlich wirklich? Es zeigt sich: Hinter dem kleinen Gehäuse versteckt sich großartige Technik.

Widex Hörgeräte

Bild: Widex Hörgeräte

Waren frühere Hörhilfen noch analog, arbeiten alle heutzutage erhältlichen Hörgeräte digital. Die Rechenleistung ist dabei wirklich erstaunlich, da sie mit der eines normalen Computers vergleichbar ist, dagegen aber auf viel kleinerem Raum arbeitet.

Grundsätzlich funktionieren die mehr als 2000 verschiedenen Hörgerätemodelle, die derzeit auf dem Markt sind, nach dem gleichen Prinzip: Ein oder mehrere Mikrofone nehmen den Schall auf und wandeln diesen in elektrische Impulse um. Der leistungsstarke Mikrochip bereitet diese auf und verarbeitet sie wie ein Computer. Hörgeräteakustiker können den Chip auf die Höranforderungen des Kunden individuell einstellen. Töne, die der Träger nicht mehr so gut hört, können hier entsprechend verstärkt werden.

Die Signalverarbeitung läuft über mehrere Kanäle, die für unterschiedliche Tonfrequenzen zuständig sind. Diese Frequenzen können unabhängig voneinander entsprechend bedürfnisorientiert und in Abhängigkeit der Lautstärke eingestellt werden. Je mehr Kanäle ein Hörgerät bietet, desto genauer sind die Einstellungen, die der Hörgeräteakustiker vornehmen kann.

Moderne Hörgeräte funktionieren zudem derart intelligent, dass sie Störgeräusche herausfiltern können. So kann beispielsweise der Lärm einer Baustelle erkannt und gedämpft werden. Sprache wird ebenfalls erkannt, aber vom Gerät selbstverständlich verstärkt. Durch die bessere Signalverarbeitung und das Aufnehmen des Schalls über mehrere Mikrofone wird das Richtungshören verbessert.

Bei einer beidohrigen Versorgung, auch binaurale Versorgung genannt, sind die Hörgeräte gleichgeschaltet. Wird beispielsweise am linken Gerät die Lautstärke oder das Hörprogramm geändert, passt sich das rechte Gerät an.

Die vom Mikrochip aufbereiteten und verstärkten Signale werden vom Lautsprecher (Hörer) wieder in Schall umgewandelt. Dieser wird von dort aus entweder direkt in den Gehörgang übertragen (In-dem-Ohr-Gerät) oder gelangt über den Schallschlauch in den Gehörgang (Hinter-dem-Ohr-Gerät).

Umso erstaunlicher, dass all diese Vorgänge nicht in wenigen Sekunden, sondern in Echtzeit ablaufen. Eine Verzögerung wäre schließlich unnatürlich und für den Hörgeräteträger extrem störend. Kleine Wunderwerke mit großer Wirkung eben.


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