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30.10.15

Von der Ohrmuschel bis ins Hörzentrum - wie funktioniert eigentlich das Ohr?

Das menschliche Ohr ist wie der gesamte Körper ein Wunderwerk der Biologie. Es hat zwei Aufgaben: Zum einen übersetzt es wahrgenommene Schallwellen in elektronische Signale, die das Hirn auswerten kann. Zum zweiten funktioniert es als unser Gleichgewichtsorgan. Es hilft uns bei der Orientierung im Raum und unterstützt damit die Ausführung komplexer Bewegungen.

Die Hörfunktion nehmen wir oft als selbstverständlich hin. Solange, bis es zu verschleiß- oder altersbedingter Schwerhörigkeit oder zu Lärmschäden kommt. Und selbst bei funktionalen Beeinträchtigungen schaffen es Hirn und Gehör in gemeinsamer Arbeit lange, unauffällig zu arbeiten, bevor wir Einschränkungen wahrnehmen. Zum Beispiel, weil die anderen vermeintlich undeutlich sprechen oder Umgebungsgeräusche scheinbar zu laut sind, etwa in der Gruppe im Lokal oder auf Veranstaltungen.

Zum sogenannten Außenohr gehört neben der Ohrmuschel auch der anschließende Gehörgang, der ins Mittelohr führt, wo Amboss und Hammer ihren Sitz haben. Sie sind von außen durch das Trommelfell gegen Schmutz und eindringende Feuchtigkeit geschützt.

Das Mittelohr besteht aus einem Hohlraum, in dem die Gehörknöchelchen - Hammer, Amboss und Steigbügel - platziert sind. Hier beginnt auch die Eustachische Röhre, auch Ohrtrompete genannt. Sie verbindet das Ohr mit dem Nasen-Rachenraum. Ihre Aufgabe ist die Belüftung des Mittelohrs und der Abtransport dort entstehender Flüssigkeit. Viele Eltern denken jetzt an die schlaflosen Nächte, die ihnen Mittelohrentzündungen schon bereitet haben. Denn bei Babys und Kleinkindern ist dieser Tubus noch recht kurz und verläuft nahezu horizontal, was das Aufsteigen von Erkältungsbakterien und damit die Entzündung der Schleimhäute im Mittelohr begünstigt.

Eine weitere Aufgabe der Ohrtrompete ist der Druckausgleich. Das kennen Sie vom Fliegen, wo große Höhen- und damit Druckunterschiede zu bewältigen sind. Das Knacken im Ohr beim Landeanflug rührt vom Trommelfell her, das sich über die Eustachische Röhre entlastet. Bis dahin hören wir dumpf, weil das Trommelfell durch den Druckunterschied angespannt ist.

Ans Mittelohr schließt sich das Innenohr an. Es besteht aus dem Gleichgewichtsorgan und der sogenannten Schnecke. Treffen nun Schallfrequenzen auf das Trommelfell, schwingt es und setzt die Gehörknöchelchen im Mittelohr in Bewegung. Damit werden die Geräusche ans Innenohr weitergeleitet und dabei verstärkt. Im Innenohr erfolgt schließlich die Umwandlung dieser Schallwellen durch die Haarsinneszellen in Sinnesreize. Erst im Hörzentrum erfolgt die bewusste Wahrnehmung von Sprache sowie Geräuschen.

Durch verschiedene Faktoren kann sich die Hörleistung des Ohrs verringern. Bei Auftreten einer solchen Hörminderung empfehlen wir den Gang in eines unserer mehr als 35 Fachgeschäfte. Dort kann die Hörminderung nicht nur festgestellt werden, sondern auch mögliche Lösungswege besprochen werden. Unsere Mitarbeiter beraten und betreuen Sie in diesem Fall gerne!


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